Herzlich Willkommen

Privatpraxis für Psychiatrie und Psychotherapie

In meiner Privatpraxis steht Ihre individuelle Behandlung im Mittelpunkt. Ich nehme mir die Zeit für eine sorgfältige Diagnostik und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Gemeinsam entwickeln wir einen Behandlungsplan, der zu Ihnen und Ihrem Alltag passt – transparent, verständlich und auf Augenhöhe. Mein Ziel: Sie mit fachlicher Expertise und persönlicher Zuwendung auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität zu begleiten.

Schwerpunkt: AD(H)S-Diagnostik und -Therapie bei Erwachsenen

Willkommen in meiner Praxis

Über mich

Psychische Gesundheit beginnt für mich damit, den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen – nicht nur das Symptom, sondern die Person, ihre Geschichte und ihre Lebenswirklichkeit. Dieser Grundsatz leitet meine tägliche Arbeit als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Mein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Behandlung von AD(H)S im Erwachsenenalter – einem Störungsbild, das nach wie vor häufig übersehen oder fehldiagnostiziert wird. Viele meiner Patientinnen und Patienten haben einen langen Weg hinter sich, bevor sie eine zutreffende Diagnose erhalten. Gerade deshalb ist mir eine sorgfältige, umfassende Diagnostik wichtig, die sowohl das klinische Bild als auch die individuelle Lebensgeschichte einbezieht.

In der therapeutischen Arbeit verbinde ich psychiatrische Expertise mit psychotherapeutischer Tiefe. Mein Anspruch ist, dass Sie sich in der Begegnung als ganzer Mensch wahrgenommen fühlen. Gemeinsam erarbeiten wir ein Verständnis Ihrer Situation und entwickeln einen Behandlungsweg, der zu Ihnen und Ihrem Leben passt. Dabei verstehe ich Therapie als einen gemeinsamen Prozess auf Augenhöhe: Sie bringen Ihre persönliche Erfahrung mit sich selbst, Ihrer Geschichte und Ihrem Leben ein; ich ergänze diese Perspektive durch meine fachliche Erfahrung und therapeutische Kompetenz.

Neben meiner Tätigkeit in der Privatpraxis bin ich aktuell auch an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen tätig. Diese Verbindung von klinischer Praxis und universitärer Medizin erlaubt es mir, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Behandlung meiner Patientinnen und Patienten einfließen zu lassen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme. Ein erstes Gespräch gibt uns beiden die Möglichkeit, einander kennenzulernen – und Ihnen die Gelegenheit zu entscheiden, ob meine Praxis der richtige Ort für Ihr Anliegen ist.

Dr. med. Ludger Levers
Einblicke

Die Praxis

Willkommen in meinen Praxisräumen. Eine angenehme Atmosphäre ist mir wichtig, damit Sie sich von Anfang an wohl und gut aufgehoben fühlen.

Behandlungsspektrum

In meiner Praxis behandle ich das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Hier finden Sie einen Überblick über häufige Krankheitsbilder, ihre Ursachen und Symptome.

Depression

Anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessenverlust, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen.

Mögliche Ursachen:
Genetische Veranlagung, belastende Lebensereignisse, chronischer Stress, hormonelle Veränderungen, neurobiologische Faktoren

Bipolare Störung

Wechsel zwischen depressiven Phasen und Phasen gehobener Stimmung (Manie/Hypomanie).

Mögliche Ursachen:
Starke genetische Komponente, neurobiologische Veränderungen, Stress als Auslöser einzelner Episoden

Burnout-Syndrom

Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronische Überlastung.

Mögliche Ursachen:
Chronische Arbeitsüberlastung, mangelnde Work-Life-Balance, Perfektionismus, fehlende Anerkennung, ungelöste Konflikte

Angststörungen

Übermäßige Ängste und Sorgen, Panikattacken, Phobien oder generalisierte Angst, die den Alltag einschränken.

Mögliche Ursachen:
Traumatische Erlebnisse, erlernte Verhaltensmuster, neurobiologische Dysbalancen, Persönlichkeitsfaktoren

Zwangsstörungen

Wiederkehrende, aufdringliche Gedanken (Obsessionen) und/oder zwanghafte Handlungen (Kompulsionen).

Mögliche Ursachen:
Genetische Faktoren, Veränderungen im Serotonin-Stoffwechsel, erlerntes Verhalten, traumatische Erfahrungen

Somatoforme Störungen

Körperliche Beschwerden ohne ausreichende organische Ursache, die zu erheblichem Leidensdruck führen.

Mögliche Ursachen:
Psychische Konflikte, Stress, frühe Belastungserfahrungen, neurobiologische Sensibilisierung

Anpassungsstörungen

Emotionale oder Verhaltenssymptome als Reaktion auf identifizierbare Belastungsfaktoren im Alltag oder Beruf.

Mögliche Ursachen:
Einschneidende Lebensereignisse, berufliche Veränderungen, Trennung, Verlust, chronische Belastungen

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Anhaltende psychische Reaktionen nach extrem belastenden Ereignissen, mit Intrusionen, Vermeidung und Übererregung.

Mögliche Ursachen:
Traumatische Erlebnisse, Unfälle, Gewalt, Kriegserfahrungen, individuelle Vulnerabilität

Persönlichkeitsstörungen

Tief verwurzelte, unflexible Verhaltensmuster, die zu anhaltendem Leidensdruck und Beeinträchtigungen führen.

Mögliche Ursachen:
Genetische Disposition, frühe Bindungserfahrungen, traumatische Kindheitserlebnisse, neurobiologische Faktoren

Behandlungsoptionen

Die moderne Psychiatrie und Psychotherapie bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. Ich erstelle für Sie einen individuellen Therapieplan, der verschiedene Ansätze kombinieren kann.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie richtet ihren Fokus auf unbewusste seelische Konflikte, frühe Beziehungserfahrungen und wiederkehrende Beziehungsmuster, die psychische Beschwerden im Hier und Jetzt aufrechterhalten. Im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung werden diese Zusammenhänge schrittweise bewusst gemacht und bearbeitet.

Indikation Depression, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, chronische Konflikte in Beziehungen, Traumafolgestörungen, psychosomatische Beschwerden

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die kognitive Verhaltenstherapie setzt an belastenden Denk- und Verhaltensmustern an, die psychische Störungen aufrechterhalten oder verstärken. Durch strukturierte Gespräche, gezielte Übungen und verhaltenstherapeutische Techniken lernen Patientinnen und Patienten, dysfunktionale Überzeugungen zu erkennen, zu hinterfragen und durch hilfreiche Alternativen zu ersetzen.

Indikation Depression, Angst- und Panikstörungen, Zwangsstörungen, PTBS, Schlafstörungen, AD(H)S, Burnout

Supportive Therapie

Die supportive Therapie zielt darauf ab, die vorhandenen seelischen Ressourcen und Bewältigungsstrategien zu stärken, anstatt tiefgreifende Konflikte zu bearbeiten. Im Vordergrund stehen emotionale Entlastung, Stabilisierung in Krisen, die Förderung des Selbstwertgefühls sowie die praktische Unterstützung bei der Alltagsbewältigung. Sie eignet sich besonders als begleitende Maßnahme bei schweren Erkrankungen oder in akuten Belastungssituationen.

Indikation Akute Krisen, schwere psychische Erkrankungen, Anpassungsstörungen, begleitend zu medikamentöser Therapie, Trauerreaktionen, chronische Erkrankungen

Antidepressiva

Antidepressiva beeinflussen den Stoffwechsel von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin und wirken so stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und angstlösend. Sie kommen vor allem bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie chronischen Schmerzsyndromen zum Einsatz. Die Wirkung tritt in der Regel nach zwei bis vier Wochen ein; die Behandlung erfolgt über mehrere Monate.

Stimmungsstabilisatoren

Stimmungsstabilisatoren dämpfen extreme Stimmungsschwankungen und verringern die Häufigkeit und Intensität manischer wie depressiver Episoden bei der bipolaren Störung. Eingesetzt werden u. a. Lithium sowie bestimmte Antikonvulsiva. Sie erfordern regelmäßige Blutspiegelkontrollen und eine sorgfältige Dosisanpassung, bieten bei guter Verträglichkeit jedoch eine stabile Langzeitwirkung.

Neuroleptika

Neuroleptika (Antipsychotika) wirken vorwiegend über eine Blockade von Dopaminrezeptoren und reduzieren psychotische Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Denkstörungen. Moderne atypische Neuroleptika werden auch ergänzend bei schweren Depressionen, bipolaren Störungen und Angsterkrankungen eingesetzt. Die Auswahl des Präparats erfolgt individuell unter Abwägung von Wirksamkeit und Verträglichkeit.

AD(H)S-Medikation

Zur medikamentösen Behandlung von AD(H)S stehen Stimulanzien (Methylphenidat, Lisdexamfetamin) sowie nicht-stimulierende Präparate (Atomoxetin, Guanfacin) zur Verfügung. Sie verbessern Konzentration, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis und entfalten ihre Wirkung oft bereits kurz nach der ersten Einnahme. Die Dosierung wird schrittweise titriert und regelmäßig überprüft.

Psychoedukation

Psychoedukation vermittelt verständliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen über die eigene Erkrankung – ihre Ursachen, Verläufe und Behandlungsmöglichkeiten. Wer die eigene Erkrankung besser versteht, kann aktiver zur Genesung beitragen, Rückfällen vorbeugen und informierte Entscheidungen über die Behandlung treffen.

Achtsamkeitstraining

Achtsamkeitsbasierte Verfahren schulen die bewusste, nicht-wertende Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments. Durch regelmäßige Übungen wird die Fähigkeit gestärkt, automatische Reaktionsmuster zu unterbrechen und gelassener mit Stress, Angst und depressiven Stimmungen umzugehen. Die Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt.

Entspannungsverfahren

Zu den etablierten Entspannungsverfahren zählen die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, das Autogene Training sowie atembasierte Techniken. Sie senken die körperliche Anspannung, regulieren das vegetative Nervensystem und helfen, chronischen Stress abzubauen. Als gut erlernbare Selbsthilfestrategien können sie jederzeit eigenständig angewendet werden.

Praxisschwerpunkt

AD(H)S bei Erwachsenen

AD(H)S im Erwachsenenalter wird häufig übersehen oder falsch diagnostiziert. Als Schwerpunktpraxis biete ich Ihnen eine fundierte Diagnostik und spezialisierte Behandlung.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Unterscheidung zwischen AD(H)S – mit ausgeprägter Hyperaktivität und Impulsivität – und ADS, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität. Während Menschen mit AD(H)S durch auffälliges Verhalten, Ruhelosigkeit und Impulshandlungen oft früh ins Blickfeld geraten, leiden ADS-Betroffene häufig im Stillen: Sie wirken nach außen ruhig, bisweilen träumerisch oder introvertiert, kämpfen innerlich jedoch mit erheblichen Konzentrationsschwierigkeiten, chronischer Gedankenüberlastung, rascher Erschöpfung und einem tief verwurzelten Gefühl, den eigenen Möglichkeiten nie ganz gerecht zu werden. Gerade bei Frauen wird ADS deshalb häufig erst spät – oder gar nicht – erkannt und bleibt jahrelang unbehandelt. Da die eigentliche Ursache verborgen bleibt, stellen sich Betroffene nicht selten mit anderen psychischen Beschwerden vor: anhaltende Erschöpfung und Burnout-ähnliche Zustände, depressive Verstimmungen oder ausgeprägte Angststörungen stehen dann im Vordergrund und werden behandelt, ohne dass das zugrundeliegende ADS erkannt wird. Erst eine gezielte diagnostische Abklärung, die auch diese Zusammenhänge in den Blick nimmt, ermöglicht eine wirksame und nachhaltige Therapie. Eine solche differenzierte Diagnostik, die beide Ausprägungen gleichermaßen berücksichtigt, ist daher ein zentrales Anliegen meiner Praxis.

Umfassende Diagnostik

Ausführliche Anamnese, standardisierte Testverfahren, Fremdanamnese und sorgfältige Differentialdiagnostik für eine sichere Diagnosestellung.

Multimodale Therapie

Kombination aus Psychotherapie, AD(H)S-Coaching, Psychoedukation und bei Bedarf medikamentöser Therapie.

Langzeitbegleitung

Kontinuierliche Betreuung und Anpassung der Therapie für nachhaltige Verbesserung Ihrer Lebensqualität.

Typische Anzeichen bei Erwachsenen

Konzentrationsschwierigkeiten
Innere Unruhe
Impulsivität
Organisationsprobleme
Emotionale Dysregulation
Prokrastination
Vergesslichkeit
Schwierigkeiten im Zeitmanagement
Strukturiert & transparent

Ablauf der AD(H)S-Diagnostik

Die AD(H)S-Diagnostik bei Erwachsenen umfasst in meiner Praxis drei aufeinander aufbauende Termine. Jeder Schritt dient dazu, ein möglichst vollständiges und differenziertes Bild Ihrer Symptomatik zu gewinnen – Grundlage für eine sichere Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapieplanung.

Termin 1

Erstgespräch & Anamnese

120–180 Minuten

Im ersten Termin steht das ausführliche Kennenlernen im Mittelpunkt. Ich erhebe eine umfassende biografische und psychiatrische Anamnese, erfrage aktuelle Beschwerden sowie schulische und berufliche Entwicklung. Soweit möglich, beziehe ich auch eine Fremdanamnese durch nahestehende Personen ein. Ergänzend erhalten Sie standardisierte Selbstbeurteilungsfragebögen zur Vor­bereitung des zweiten Termins.

Termin 2

Testpsychologische Diagnostik

60–90 Minuten

Im zweiten Termin werden standardisierte neuropsychologische Testverfahren durchgeführt – darunter Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests sowie validierte AD(H)S-spezifische Skalen (z. B. CAARS, WURS-k, d2-R). Die Testergebnisse liefern objektive Befunde zur Aufmerksamkeitsregulation, Impulsivität und Arbeitsgedächtnisleistung und ergänzen den klinischen Gesamteindruck um eine messbare Grundlage.

Termin 3

Befundbesprechung & Therapieplanung

50–60 Minuten

Im abschließenden Termin werden alle Befunde zusammengeführt und mit Ihnen besprochen. Sie erhalten einen schriftlichen Befundbericht sowie eine klare Rückmeldung zur Diagnose. Gemeinsam entwickeln wir auf dieser Grundlage einen individuellen Therapieplan – mit konkreten Empfehlungen zu psychotherapeutischen, medikamentösen und weiteren Behandlungsmaßnahmen.

Transparenz

Kosten & Abrechnung

Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Abrechnungsmodalitäten.

Kostenaufstellung AD(H)S-Diagnostik nach GOÄ

Die folgende Aufstellung gibt Ihnen einen Überblick über die typischen Kosten einer umfassenden AD(H)S-Diagnostik. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

1

Erstgespräch und Anamnese

ca.120–180 Minuten
ca.350 €
Ausführliches diagnostisches Erstgespräch zur Erfassung der Krankengeschichte, aktuellen Beschwerden und Lebenssituation.
2

Testpsychologische Diagnostik

ca.60–90 Minuten
ca.150 €
Standardisierte psychologische Testverfahren (z. B. CAARS, WURS, d2-R) zur objektiven Erfassung der AD(H)S-Symptomatik.
3

Auswertung und Befundbericht

Schriftliche Dokumentation
ca.100 €
Auswertung aller Befunde und Erstellung eines umfassenden schriftlichen Befundberichts.
4

Abschlussgespräch und Therapieplanung

ca.30–50 Minuten
ca.90 €
Besprechung der Ergebnisse und gemeinsame Planung der weiteren Behandlungsschritte.
Gesamtkosten AD(H)S-DiagnostikKomplette diagnostische Abklärung inkl. aller Termine und Befundbericht
690 €
ℹ️ Kostenerstattung

Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten die Kosten in der Regel vollständig. Bitte prüfen Sie vorab Ihren Tarif.

💲 Ratenzahlung

Für Selbstzahler ist nach Absprache eine Ratenzahlung möglich. Sprechen Sie mich gerne an.

Allgemeines zur Abrechnung nach GOÄ

Was ist die GOÄ?
Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist die gesetzlich verankerte Grundlage für die Abrechnung privatärztlicher Leistungen in Deutschland. Sie regelt verbindlich, welche ärztlichen Leistungen abrechenbar sind, wie diese zu beschreiben und zu bewerten sind und in welchem Rahmen die Honorarsätze festgelegt werden dürfen. Jede Leistung ist in der GOÄ mit einer Ziffer, einer Leistungsbeschreibung und einem Punktwert hinterlegt; der tatsächliche Rechnungsbetrag ergibt sich aus der Multiplikation dieses Punktwerts mit einem Steigerungsfaktor, der je nach Aufwand, Schwierigkeit und Zeitbedarf der Behandlung zwischen dem 1,0- und dem 3,5-fachen des Regelsatzes liegen kann. Der sogenannte Regelsatz entspricht dem 2,3-fachen Satz und gilt als Standardfall einer durchschnittlichen Leistungserbringung. Bei besonders aufwendigen oder schwierigen Behandlungen – etwa einer umfangreichen psychiatrischen Diagnostik – kann eine Überschreitung des Regelsatzes medizinisch begründet und schriftlich gegenüber dem Patienten begründet werden. Die GOÄ gilt ausschließlich für Privatpatienten, Selbstzahler sowie Beihilfeberechtigte; gesetzlich Versicherte werden hingegen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet, sofern sie nicht als Selbstzahler behandelt werden.
Private Krankenversicherung (PKV)
Private Krankenversicherungen erstatten in der Regel alle nach GOÄ abgerechneten ärztlichen Leistungen vollständig oder anteilig. Der genaue Erstattungsumfang richtet sich nach Ihrem Tarif. Ich stelle Ihnen nach jeder Behandlung eine detaillierte GOÄ-Rechnung aus.
Beihilfe für Beamte
Beamte haben in der Regel Anspruch auf Beihilfe für privatärztliche Leistungen. Die Beihilfe übernimmt einen bestimmten Prozentteil (je nach Bundesland und Familiensituation 50–80 %) der GOÄ-Rechnung. Den verbleibenden Teil können Sie über eine private Restkostenversicherung absichern.
Selbstzahler
Auch gesetzlich Versicherte können privatärztliche Leistungen in meiner Praxis als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Da meine Praxis ausschließlich auf Privatbasis arbeitet, erfolgt die Abrechnung in diesen Fällen direkt mit Ihnen – unabhängig von Ihrer Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten privatärztlicher Leistungen grundsätzlich nicht; eine Einreichung der Rechnung bei der GKV ist daher nicht möglich und nicht vorgesehen.

Ich lege großen Wert auf Kostentransparenz: Im Erstgespräch informiere ich Sie ausführlich über den voraussichtlichen Behandlungsumfang und die damit verbundenen Kosten, sodass Sie vor Behandlungsbeginn eine informierte Entscheidung treffen können. Für umfangreichere diagnostische Abklärungen – etwa die AD(H)S-Diagnostik – erstelle ich Ihnen auf Wunsch vorab eine Honorarvereinbarung, in der alle Leistungen und Kosten transparent aufgeführt sind.

Für Selbstzahler ist auf Anfrage eine Ratenzahlung möglich, um auch bei größerem diagnostischen oder therapeutischem Aufwand eine planbare finanzielle Belastung zu gewährleisten. Sprechen Sie mich hierauf gerne direkt an – wir finden gemeinsam eine Lösung, die zu Ihrer Situation passt.
Gesetzliche Grundlagen
Die privatärztliche Abrechnung basiert auf der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) in ihrer aktuell gültigen Fassung. Für psychotherapeutische Leistungen kommen zudem die Regelungen der Psychotherapie-Richtlinien zur Anwendung.
Rechnungsstellung & Zahlungsmodalitäten
Die Abrechnung meiner privatärztlichen Leistungen erfolgt über die PVS Rhein-Ruhr (Privatärztliche Verrechnungsstelle Rhein-Ruhr), einen spezialisierten Abrechnungsdienstleister für privatärztliche Honorare. Die PVS Rhein-Ruhr übernimmt die Rechnungserstellung, den Versand sowie das Forderungsmanagement in meinem Auftrag und stellt sicher, dass Ihre Rechnung korrekt, vollständig und zeitnah ausgestellt wird.

Da die Abrechnung über einen externen Dienstleister erfolgt, ist es erforderlich, dass Ihre Behandlungsdaten – insbesondere die erbrachten Leistungen und die für die Rechnungsstellung notwendigen persönlichen Angaben – an die PVS Rhein-Ruhr weitergegeben werden. Dies setzt Ihre ausdrückliche Einwilligung voraus. Zu Beginn der Behandlung wird Ihnen daher ein Informationsblatt mit Einverständniserklärung vorgelegt, das Sie über den genauen Umfang der Datenübermittlung informiert und um Ihre Zustimmung bittet. Die Unterzeichnung dieser Erklärung ist Voraussetzung für die Behandlung in meiner Praxis.

Die Rechnung wird Ihnen von der PVS Rhein-Ruhr direkt zugestellt. Sie können diese anschließend bei Ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle zur Erstattung einreichen. Bei Fragen zur Rechnung stehen Ihnen sowohl die PVS Rhein-Ruhr als auch meine Praxis gerne zur Verfügung.
💬 Kostenvoranschlag

Gerne informiere ich Sie im Vorfeld über die zu erwartenden Kosten. Im Erstgespräch besprechen wir die voraussichtliche Behandlungsdauer und die damit verbundenen Kosten. Bei Fragen zur Kostenübernahme durch Ihre Versicherung unterstütze ich Sie gerne.

Gutachterliche Tätigkeit

Medizinische Begutachtung

Als erfahrener Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie erstelle ich fundierte Gutachten im psychiatrischen und psychosomatischen Bereich für verschiedene Auftraggeber.

Hinweis für Privatpersonen: In aller Regel ist es nicht sinnvoll, als Privatperson ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben. Ein Gutachten entfaltet seine rechtliche und medizinische Wirkung grundsätzlich nur dann, wenn es von einer legitimierten Stelle – etwa einem Gericht, einer Versicherung, einem Rententräger oder einer Behörde – beauftragt wird. Ein auf eigene Initiative erstelltes Privatgutachten wird von Gerichten und Behörden häufig nicht als unabhängiges Beweismittel anerkannt, da die Neutralität des Gutachters in diesen Fällen angezweifelt werden kann. Wenn Sie sich in einem laufenden Verfahren befinden oder eine gutachterliche Stellungnahme benötigen, empfehle ich Ihnen, zunächst rechtlichen Rat einzuholen und den zuständigen Auftraggeber – etwa das zuständige Gericht oder Ihre Versicherung – direkt anzusprechen.

Gutachtenarten

Gerichtsgutachten

Gutachten für Zivil-, Straf- und Sozialgerichte zu Fragen der Schuldfähigkeit, Betreuung oder Geschäftsfähigkeit.

Versicherungsgutachten

Begutachtung für private Versicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Unfallversicherungen.

Rentenversicherung

Gutachten zur Beurteilung der Erwerbsminderung und Leistungsfähigkeit.

Arbeitgeberbegutachtung

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederungsmöglichkeiten.

Begutachtungsbereiche

Psychiatrische Begutachtung

Depression, Angststörungen, Psychosen, AD(H)S, Persönlichkeitsstörungen

Psychosomatische Begutachtung

Somatoforme Störungen, chronische Schmerzsyndrome, Burnout

Traumafolgestörungen

PTBS, Anpassungsstörungen nach belastenden Ereignissen

Qualitätsstandards: Alle Gutachten werden nach aktuellen wissenschaftlichen Standards und unter Beachtung der einschlägigen Leitlinien erstellt.
Kontakt

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Neuen Bäue 22
35390 Gießen

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